Mind the Slop™

Presse

Pressematerial zu Mind the Slop™ — Pressemitteilung, Fact Sheet, Zitate und Downloads. Für Rückfragen und Interviews: legal@mindtheslop.ai

Pressemitteilung

KI-Kennzeichnung wird Pflicht — ein Hamburger Creative Director macht eine Auszeichnung daraus

Zum Inkrafttreten der EU-Transparenzpflichten startet mindtheslop.ai — das erste Register für freiwillige KI-Transparenz in der Kreativwirtschaft. Motto: „AI can be cheap. Thinking & Craft are not."

Hamburg, August 2026. Am 2. August 2026 treten die Transparenzpflichten des EU AI Act (Art. 50) in Kraft: KI-generierte Inhalte müssen in der Europäischen Union künftig gekennzeichnet werden. Während viele in der Kreativbranche darin vor allem eine Compliance-Last sehen, dreht ein Hamburger Projekt die Logik um. Mind the Slop™, gegründet vom Creative Director Dominik Geiger, ist ein öffentliches Register, in dem Kreative, Studios und Agenturen ihre Arbeiten freiwillig und präzise kennzeichnen — und diese Transparenz als Qualitätsmerkmal sichtbar machen.

Der Name ist Programm: „Slop" — die englische Bezeichnung für massenhaft erzeugte, wertlose KI-Inhalte — wurde 2025 von Merriam-Webster und der American Dialect Society zum Wort des Jahres gewählt. Studien zufolge ist bereits mehr als die Hälfte aller neu veröffentlichten Webartikel maschinell erzeugt. Mind the Slop™ setzt dem eine einfache Unterscheidung entgegen: Nicht das Werkzeug entscheidet über den Wert einer Arbeit, sondern ob ein Mensch die werkbestimmenden Entscheidungen getroffen hat und dafür einsteht.

So funktioniert es: Wer ein Werk einreicht, deklariert dessen Entstehung — als „KI-generiert" oder „KI-modifiziert, menschlich verantwortet" — inklusive der eingesetzten Tools. Jeder Eintrag erhält eine dauerhafte ID (Format MTS-2026-0042), einen typografischen Badge in mehreren Varianten, ein PDF-Zertifikat der Kennzeichnung sowie eine öffentliche Verifikationsseite, die per QR-Code direkt vom Werk aus erreichbar ist. Alle Einträge erscheinen im öffentlichen Archiv auf mindtheslop.ai — durchsuchbar nach Jahr, Kategorie, Typ, Tools und Ort.

Der Zugang ist bewusst niedrigschwellig: Der Self-Declaration-Badge ist kostenlos, Listings für Künstlerinnen und Künstler kosten einen Euro pro Werk, kommerzielle Listings 19 Euro — als Einmalzahlung, ohne Abo. Die ersten Eintragungen stammen aus der Hamburger Kreativszene.

„Kennzeichnung ist keine Beichte, sondern eine Unterschrift", sagt Gründer Dominik Geiger. „Wer offenlegt, wie ein Werk entstanden ist, beansprucht die Entscheidungen dahinter als die eigenen. Genau das unterscheidet Arbeit mit Haltung von Slop — nicht das Werkzeug."

Begleitend zum Start veröffentlicht Geiger eine wissenschaftliche Grundlagenarbeit zum Slop-Begriff („Slop. Zur Ökonomie der Belanglosigkeit", Stand Q3 2026), die Definition, Abgrenzungskriterien und die gesellschaftlichen Folgen synthetischer Masseninhalte untersucht.

Fact Sheet

Was ist Mind the Slop™?

Ein Selbstdeklarations-Register für freiwillige KI-Transparenz in der Kreativwirtschaft. Kreative kennzeichnen ihre Arbeiten präzise und öffentlich — Mind the Slop™ macht diese Transparenz als Auszeichnung sichtbar, verifizierbar und dauerhaft.

Kernidee

Nicht das Werkzeug entscheidet über den Wert einer Arbeit, sondern die menschliche Autorschaft dahinter: Intention, Auswahl, werkbestimmende Entscheidungen, Verantwortung. Kennzeichnung wird vom Pflichtvermerk zum Qualitätssignal.

Die zwei Kennzeichnungstypen

  • KI-generiert (AI-Generated)
  • KI-modifiziert, menschlich verantwortet (AI-Modified / Human-Authored)

Was jeder Eintrag umfasst

  • Dauerhafte ID im Format MTS-JJJJ-NNNN (z. B. MTS-2026-0042)
  • Badge in drei Varianten (Kompakt · Langform mit QR · Neutral), rein typografisch, in Hell und Dunkel, zweisprachig DE/EN
  • PDF-„Zertifikat der Kennzeichnung" / „Certificate of Disclosure"
  • Öffentliche Verifikationsseite: mindtheslop.ai/v/MTS-JJJJ-NNNN (QR-Ziel)
  • Listung im öffentlichen Archiv mit Jahr, Bild, Name, Kategorie, Typ, Tools und Ort

Preise (Einmalzahlung, kein Abo)

  • Free Badge: 0 €
  • Artist-Listing: 1 € pro Werk
  • Commercial-Listing: 19 € pro Werk
  • Einträge bleiben für die Betriebsdauer des Verzeichnisses bestehen.

Regulatorischer Kontext

Start zum Inkrafttreten der Transparenzpflichten des EU AI Act (Art. 50) am 2. August 2026. Mind the Slop™ ist kein Ersatz für gesetzliche Pflichten, sondern deren freiwillige, präzisere Erweiterung — Transparenz über die Grundlinie hinaus.

Eckdaten

  • Sitz: Hamburg · Gründung: 2026 · Gründer: Dominik Geiger
  • Claim: AI can be cheap. Thinking & Craft are not.

Zahlen & Kontext

„Slop" wurde 2025 sowohl von Merriam-Webster als auch von der American Dialect Society zum Wort des Jahres gewählt; Oxford University Press hatte 2024 bereits „brain rot" gekürt — die Rezeptionsseite desselben Phänomens. Laut einer Analyse des SEO-Unternehmens Graphite (2025, ca. 65.000 Artikel aus dem Common-Crawl-Archiv) ist seit November 2024 mehr als die Hälfte aller neu veröffentlichten englischsprachigen Webartikel überwiegend KI-generiert. Die Internationale Energieagentur prognostiziert in ihrem Sonderbericht „Energy and AI" (2025) eine Verdopplung des Strombedarfs von Rechenzentren auf rund 945 Terawattstunden bis 2030 — etwa den heutigen Gesamtverbrauch Japans. Am 2. August 2026 treten die Transparenzpflichten des Art. 50 EU AI Act in Kraft. Alle Quellenangaben im Detail enthält die Grundlagenarbeit.

Über den Gründer

Dominik Geiger ist Creative Director in Hamburg mit über 20 Jahren Erfahrung in der Kreativbranche. Er hat für Premium-Marken aus Möbelindustrie und Automobilbereich gearbeitet und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit KI-gestützten Produktionsmethoden — vom täglichen Werkzeugeinsatz bis zur Frage, was menschliche Autorschaft im KI-Zeitalter ausmacht. Ausgebildet als Fachinformatiker, baut er seit 1999 für das Netz. Mit Mind the Slop™ überführt er eine Haltung in Infrastruktur: Transparenz als Auszeichnung, nicht als Auflage. Parallel arbeitet er an der wissenschaftlichen Vertiefung des Themas.

Zitate

„Kennzeichnung ist keine Beichte, sondern eine Unterschrift. Wer offenlegt, wie ein Werk entstanden ist, beansprucht die Entscheidungen dahinter als die eigenen."
„Slop ist eine Haltung, kein Dateiformat. Man kann mit KI aufwendig belanglos sein — und man konnte mit dem Bleistift bedeutsam sein. Der Maßstab war immer derselbe."
„Ab August ist KI-Kennzeichnung Pflicht. Die eigentliche Chance beginnt oberhalb der Pflicht: Wer freiwillig mehr offenlegt, als er muss, verwandelt den allgegenwärtigen KI-Verdacht in einen Vertrauensvorsprung."
„AI can be cheap. Thinking & Craft are not."

Material & Downloads

FAQ

Ist Mind the Slop™ ein Prüfsiegel?

Nein — es ist ein Selbstdeklarations-Register. Mind the Slop™ prüft nicht die Kunst, sondern schafft den Rahmen, in dem Urheber ihre Entstehungsangaben öffentlich, dauerhaft und verifizierbar machen. Die Glaubwürdigkeit entsteht durch Öffentlichkeit: Jede Angabe ist mit Name, Werk und ID verknüpft und über die Verifikationsseite einsehbar. Einreichungen werden vor Veröffentlichung redaktionell freigegeben; für Beanstandungen gibt es eine Meldeadresse.

Ersetzt der Badge die gesetzliche Kennzeichnungspflicht?

Nein. Die Pflichten aus Art. 50 EU AI Act gelten unabhängig. Mind the Slop™ versteht sich als freiwillige Erweiterung oberhalb der gesetzlichen Grundlinie — präziser (inkl. Tool-Angaben), dauerhafter (Archiv) und positiv gerahmt (Auszeichnung statt Auflage).

Warum nur zwei Kennzeichnungstypen?

Weil die entscheidende Frage binär ist: Hat ein Mensch die werkbestimmenden Entscheidungen getroffen und verantwortet er das Ergebnis — oder nicht? Feinere Abstufungen verlagern die Debatte in Grauzonen, die niemandem helfen. Die eingesetzten Tools werden zusätzlich je Werk ausgewiesen.

Ist das nicht Selbstjustiz gegen KI-Kunst?

Im Gegenteil. Mind the Slop™ ist ausdrücklich werkzeugneutral: Auch vollständig KI-generierte Arbeiten können gelistet werden — transparent deklariert. Das Register richtet sich nicht gegen KI, sondern gegen Gleichgültigkeit: gegen massenhafte, verantwortungslose, an niemanden adressierte Inhalte.

Wie verdient Mind the Slop™ Geld?

Über Einmalzahlungen pro Listing (Artist 1 €, Commercial 19 €). Kein Abo, keine Werbung, keine Datenverwertung. Der Free Badge bleibt kostenlos.

Wer steht dahinter?

Gründer und Betreiber ist der Hamburger Creative Director Dominik Geiger. Das Projekt startet unabhängig und eigenfinanziert aus Hamburg.

Boilerplate

Deutsch

Mind the Slop™ ist das Register für freiwillige KI-Transparenz in der Kreativwirtschaft. Kreative, Studios und Agenturen deklarieren die Entstehung ihrer Werke — KI-generiert oder KI-modifiziert und menschlich verantwortet — und erhalten dafür eine dauerhafte ID, einen Badge, ein Zertifikat und einen öffentlichen, per QR-Code verifizierbaren Archiveintrag. Mind the Slop™ wurde 2026 vom Hamburger Creative Director Dominik Geiger gegründet und startete zum Inkrafttreten der Transparenzpflichten des EU AI Act. AI can be cheap. Thinking & Craft are not. — mindtheslop.ai

English

Mind the Slop™ is the registry for voluntary AI transparency in the creative industries. Creators, studios and agencies declare how their work was made — AI-generated, or AI-assisted and human-authored — and receive a permanent ID, a badge, a certificate and a public archive entry verifiable via QR code. Founded in 2026 by Hamburg-based creative director Dominik Geiger, Mind the Slop™ launched as the EU AI Act’s transparency obligations came into force. AI can be cheap. Thinking & Craft are not. — mindtheslop.ai

Stand: Juli 2026